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Ziplinen im Braulio Carrillo Nationalpark, Costa Rica


Mitten im Regenwald mit spektakulären Aussichten und in Kombination mit der Schwebebahn im Braulio Carrillo Nationalpark ist Ziplinen einer der faszinierendsten Möglichkeiten, der Natur näherzukommen und dabei den Abenteuerfaktor nicht zu kurz kommen zu lassen.

Nur einen Tagesausflug von San José entfernt kannst du mit 'Rainforest Adventure Costa Rica Atlantic' im Braulio Carrillo Nationalpark gleichzeitig deinen inneren Adrenalin-Junkie herausfordern und dabei den Regenwald mit seiner vielfältigen Fauna und Flora erkunden.

Suchst du das Abenteuer während deines Urlaubs oder einen Adrenalinkick am Wochenende? Dann kannst du nur 50 Minuten von San José entfernt in den Regenwald eintauchen - und das nicht mit den regulären Spaziergängen und Wanderungen sondern per Schwebebahn und Ziplinen.

Anreise

Ich hatte heute die Möglichkeit den Braulio Carrillo Nationalpark  zu besuchen und zu ziplinen. Davor habe ich ein wenig Bammel und nun mach ich es schon zum dritten Mal, da kommt bei mir die Hoffnung auf, dass die Angst weniger wird und der Spaß im puren Vordergrund steht.

Regenwald im Braulio Carrillo Nationalpark

 

Die Busfahrt startet im Aurola Holiday Inn Downtown San José Hotel, also mitten im Zentrum und einfach zu erreichen. Die Abholung kann aber auch in anderen Hotels in San José erfolgen.

Das Abenteuer beginnt um sieben Uhr morgens und die Fahrt führt durch den Braulio Carrillo Nationalpark. Allein die Straße ist immer schon ein Erlebnis: Grün, Grün und noch mehr Grün mit kleinen Wasserfällen am Rand und verschiedenen außergewöhnlichen Pflanzen und Bäumen. Eine wird von den Ticos Regenschirm der Armen genannt, weil die Blätter so riesig sind, dass du sie wie einen Regenschirm über dich halten kannst.

Der Guide spielt ein kleines Kennenlernspiel mit uns, was leider nicht mein Fall ist, aber er vermittelt auch ein paar interessante Fakten über Costa Rica.

Wusstest du eigentlich dass…wir nur 50 Minuten bis in den Braulio Carrillo Nationalpark fahren, dabei aber vier Provinzen (Bundesstaaten) durchqueren?

Während der Fahrt komme ich mit meiner Sitznachbarin ins Gespräch: Sie war noch nie ziplinen. Puh, da bin ich mit meinen eigenen Bedenken natürlich der richtige Ansprechpartner…

Schnell findet sich auch eine kleine Gruppe von Angsthasen, die später immer als letztes am Seil hängen wird - frei nach dem Motto 'wenn den 35 anderen noch nichts passiert ist, stehen meine Chancen ganz gut'.

Nach der Ankunft, tatsächlich nach nur 50 Minuten, da es samstags keine Staus in San José gibt, erreichen wir den Eingang und steigen in einen kleineren Van um, da der große Bus hier nicht mehr weiterkommen würde und dann fängt das Abenteuer auch schon an.

Es geht für ca. 5 Minuten tiefer in den Nationalpark hinein und dann sind wir am Startpunkt angekommen. Hier gibt es ein Hotel, ein Restaurant und ein Souvenirgeschäft sowie die Ausrüstung fürs Ziplinen.

Ankunft

Erstmal wird gefrühstückt. In Buffetform, aber selbstverständlich gibt's das traditionelle Gallo Pinto am Morgen. Das bedeutet: Reis und Bohnen untereinander gemischt, dazu werden Rührei und ein kleines Brötchen serviert. Als Vegetarierin verzichte ich auf den Speck, den es noch dazu geben würde. Früchte gibt es natürlich auch, Ananas und Papaya sind wie überall in Costa Rica sehr lecker.

Kaffee dazu und der Tag kann starten. Reis und Bohnen gibt es übrigens morgens, mittags und abends in Costa Rica. Sowie eben Gallo Pinto oder das zum Mittagessen servierte Casado (Verheiratet), das sich dadurch unterscheidet, dass Bohnen und Reis getrennt voneinander serviert werden.

Lies hier mehr zu den Top 5 Gerichten, die du probieren solltest.

Ziplinen

Nach dem Frühstück wird die Verzichtserklärung (ja, das muss sein!) unterschrieben und die persönlichen Gegenstände eingeschlossen und ab in die Ziplinen Ausrüstung. Hier musst du dir um nichts Gedanken machen, die Guides helfen einem.

Aline am Ziplinen

Helm, Gurte sowie die Karabinerhaken und die Handschuhe nicht vergessen und rein in den Bus, um zur ersten Ziplinestation zu fahren. Doch wir haben die Rechnung ohne einen plötzlich aufgetauchten Tapir mit seinem drei Monate alten Baby gemacht. Dieses Säugetier mit dichtem, kurzen Fell und einem kurzen Rüssel ist natürlich das Highlight, da selten - und es dauert, bis alle ein schönes Foto haben.

Mein Tipp zum Ziplinen: Am besten trägst du eine Hose mit Hosentaschen, die du sicher verschließen kannst, so dass du das Handy mitnehmen kannst, um Fotos und Videos zu machen. Oder du befestigst die Go Pro am Helm. Du brauchst auch keine Jacke, dafür ist es viel zu warm. Und wenn es im Regenwald regnet, dann regnet es halt. Es bleibt dabei warm.

Nach der Fotosession mit dem großen und kleinen dicken Tapir-Model, startet dann wirklich das Abenteuer Ziplinen. Erstmal bekommen wir eine Sicherheitseinführung. Es wird erklärt, dass wir mit dem neusten Equipment ausgestattet worden sind und zusätzlich mit doppeltem Sicherheitsschutz. Und, dass der Guide für einen bremst. Großartig! Das war in La Fortuna nämlich nicht so (Sky Adventures). Da musste man selber bremsen und die Vorstellung mit voller Wucht in die Station zu schießen, bereitete mir damals ein mulmiges Gefühl. Das kann hier also nicht passieren.

Dann wird noch gezeigt, was du machen musst, wenn du zu leicht bist oder nicht in einer guten Position liegst, dadurch zu langsam bist und die nächste Station nicht aus eigener Fliegkraft erreichst. Wenn du also stecken bleibst, dann drehst du dich um und hangelst dich zur Station. Und ich sage noch zu meiner Busnachbarin, die mich während der Demonstration mit großen Augen anguckt, 'Das erklären die immer, das passiert aber nie'. Und wem passierte es? Natürlich uns beiden! Jackpot! Aber auch das war ganz leicht und wenn du das weißt, entspannt das doch auch für die nächsten Kabel.

Insgesamt gibt es im Braulio Carrillo Nationalpark zehn Kabel und 14 Plattformen, wovon wir sieben Kabel gefahren sind und zusätzlich noch ein 700 Meter langes Kabel - das längste auf der karibischen Seite Costa Ricas.

In Monteverde und La Fortuna gib es wesentlich längere, für die Adrenalinjunkies der Extremensorte. Wir starten mit kurzen Kabeln zum eingewöhnen und nach und nach werden die Kabel immer länger und die Geschwindigkeit steigt. Die Landschaft ist super schön, man ist mitten im Regenwald oder darüber, genießt die Natur, die wunderschöne Landschaft und erlebt dabei noch ein Abenteuer.

Die Guides sind sehr professionell und auf den Plattformen selber wirst du auch immer noch zusätzlich abgesichert und eingehakt. Du wartest auch nicht zu lange, bis du wieder an der Reihe bist. Zur Halbzeit gibt es dann eine Erfrischung und einen größeren Aufenthaltsplatz zum kurzen Verschnaufen mit wunderschönem Ausblick. Kein Wunder, dass gerade auch ein Team von 'National Geographic' vor Ort ist, um mit einer Drohne zu filmen.

Und nachdem ich mich fast an die Höhe und das Ziplinen und die wunderschöne Aussicht gewöhnt habe und bei mir denke: 'So schlimm war es gar nicht…', kommt das letzte Kabel. Wie bereits erwähnt: 700 Meter lang und hoch, richtig hoch. Diesmal sind wir weit über den Bäumen und nicht mehr mittendrin.

Während die Gruppe auf die nächste Plattform klettert, entdecken wir schon ziemlich weit oben einen der vielen schönen Frösche, die es hier zu sehen gibt, ganz klein aber knallblau und rot. Wieder ärgere ich mich ein wenig über die Abstinenz meiner Kamera. Eingeschlossen in anfangs erwähnten Schließfächern. Seitdem Frösche nicht nur einfach grün sind und laut aus Nachbars Gartenteich quaken, sondern mit herrlichen Farben um die Wette strahlen, bin ich ein kleiner Fan dieser Amphibien geworden.

Oben angekommen schlottern mir ehrlich gesagt die Knie, die Plattform ist richtig hoch und die nächste ist von hier nicht zu sehen. Eine Fahrt ins Ungewisse erwartet mich. Als ich an der Reihe bin, möchte ich es fast nur noch hinter mich bringen. Doch weil die Überwindung der 700 Meter dann doch richtig lange dauert, gewöhne ich mich dran und habe die Zeit meine Umgebung noch mal richtig anzuschauen und zu genießen. Wie glücklich ich mich schätzen kann, so nahe an diesem paradiesischen Ort zu wohnen. Ich kann nur jedem empfehlen, hier auch mal einen Tag zu verbringen.

Nach etwa vier Stunden ist der Spaß vorbei, wobei die Dauer von der Gruppengröße abhängt. Ich bin froh den Helm auszuziehen, es herrscht doch ganz schön tropisches Klima im Regenwald.

Seilbahn 

Ich schnappe mir meine Kamera und weiter geht meine Tour zum nächsten Höhepunkt des Tages. Mit fünf anderen Teilnehmern und einem Guide steigen wir in die Gondel, die rundherum offen ist, wodurch du das Gefühl bekommst Teil des Regenwaldes zu werden. In einer Gondel haben bis zu sechs Personen + Guide Platz.

Schwebebahn Braulio Carrillo

Die Seilbahn fährt auf zwei Ebenen. Auf der Hinfahrt eher unten bis zur Krautschicht und auf der Rückfahrt ein paar Meter höher, um so auch die komplette Vielfalt der einzelnen Waldschichten kennenzulernen.

Regenwald, Braulio Carrillo

Eine gute Stunde dauert die Fahrt und der Guide erklärt einem die verschiedensten Dinge. Warum umarmen sich manche Bäume so innig, dass du nicht mehr weißt, welcher welcher ist. Und wie kommt es, dass manche Wurzeln von oben nach unten wachsen?

Schwebebahn Braulio Carrillo

Zwei Schlangen begrüßen uns ebenfalls während der Fahrt: Sie haben sich um die Bäume gewickelt oder liegen auf Blättern. Ohne den Guide wären wir blindlings vorbeigefahren. Neben den vielen verschiedenen Insekten und riesigen Spinnen, sehen wir ebenfalls Tukane, die mich immer wieder mit ihren schönen Farben beeindrucken.

Tukan

Die Fahrt war wirklich ein tolles Erlebnis, ich habe es sehr genossen. Nun hab ich auch einen Bärenhunger und nach der Seilbahnfahrt gibt es Mittagessen. Wieder in Buffetform und natürlich mit Reis und Bohnen (getrennt voneinander, also Casado (verheiratet)) sowie ein Stück Fleisch und Gemüse und Plátano (gekochte süße Bananen), sehr lecker. Salat gab es auch, Obst sowieso - es fehlt an nichts.

Mehr zu Costa Rica's Gerichten liest du hier.

Schlangen & Froschgarten

Nach dem Mittagessen unternehmen wir einen kleinen Abstecher zur Orchideenfarm und laufen dann noch wenige Meter zu den Aquarien mit Schlangen und Fröschen.

Mich freut es besonders, zu erfahren, dass kein Tier eingefangen wurde, um es den Touristen zu zeigen, sondern alle Tiere gerettet wurden.

Teilweise wurden sie illegal als Haustiere gehalten und können aus diesem Grund  nicht mehr ausgewildert werden.Somit haben sie hier ein neues, artgerechtes zu Hause gefunden.

Die Reiseführerin erklärt uns alles Wissenswerte zu den Tieren.

Woran erkennst du, ob eine Schlange giftig ist? Daran, dass sie in der Reihenfolge: rot, gelb, schwarz, gelb gestreift ist.

Auf unserem kleinen Spaziergang sehen wir auch Kolibris. Diese sind immer ein Highlight mit ihren schimmernden Farben, die wie Edelsteine glänzen. Sie sind die einzigen Vögel, die auch rückwärts fliegen können und nicht erst umdrehen müssen, wie du das bei anderen Vögeln beobachten kannst. Dies demonstrieren sie jedes Mal, wenn sie sich von einer Blüte wieder entfernen. Absolut sehenswert!

Kolibri

Unterkunft

Die Tapirus Lodge gucke ich mir auch an und die Reiseführerin erklärt uns auch direkt, wer besser nicht kommen sollte. Ungewöhnliche Verkaufsstrategie, aber notwendig. Ungewünscht sind also diejenigen, die ohne Fernseher, Handyempfang und WLan nicht zurechtkommen oder um es positiv auszudrücken: Naturliebhaber, die den Regenwald erkunden, einer Nachtwanderung entgegenfiebern und beim Einschlafen den Geräuschen der Natur lauschen wollen - Herzlich Willkommen!

Angst vor Schlangen erwähnt sie ebenfalls als nicht empfehlenswert. Im Zweifelsfall kannst du die Nachtwanderung aber auch ausfallen lassen.

Die Zimmer sind super schön, einfach aber sauber und ausgestattet mit allem, was du brauchst. Verpflegung ist ebenfalls inkludiert. Mehr als eine Nacht würde ich trotzdem nicht empfehlen, dafür hat Costa Rica dann insgesamt zu viel zu bieten. Aber wenn du in der Stadt lebst, ist dies ein super Getaway mit kurzer Anfahrt oder eben ein geniales Ausflugsziel für einen Tag. Mit manchen Flügen, die erst ab 22Uhr ab San José starten, kannst du diesen Ausflug am letzten Tag super kombinieren.

Tapirus Lodge, Braulio Carrillo

Tapirus Lodge, Braulio Carrillo

Mein Tag ist nach Kaffee und leckerem Bananenkuchen dann auch zu Ende und ich muss sagen: Ich hätte mein Wochenende nicht besser verbringen können. Und beim vierten Mal Ziplinen hab ich ja vielleicht auch keinen Bammel mehr.

Ich werde es bald herausfinden, denn auf der Rückfahrt im Bus habe ich bei einer Verlosung den Eintritt in den 'Rainforest Adventures Costa Rica Pazifik Park' gewonnen, für die Adrenaline Junkie Tour. Und dort erwarten mich wieder Ziplinen und das Erklettern eines Wasserfalls.

Ich habe noch fünf Wochen diesen einzulösen, die Vorfreude ist also schon da.

Kennst du diese Tour? Was hältst du von den Adventure Parks in Costa Rica?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Montag, 02 April 2018 10:05 geschrieben von Aline
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